Sonntag 23. April 2017

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Wer ist Chiara Lubich?

Am 7. Dezember 1943 konnte sich die damals 23jährige Chiara Lubich

nicht in den kühnsten Träumen vorstellen, dass ihr einmal zig-Millionen Menschen in 182 Ländern der Welt folgen würden. Sie hatte keine Vorstellung davon, was sich in den 88 Jahren ihres Lebens ereignen würde.

 

Konnte sie ahnen, dass sie eine neue Phase der Gemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche einleiten und noch nie beschrittene Wege des ökumenischen Dialogs einschlagen würde? Und ganz sicher kam ihr nicht in den Sinn, dass zu ihrer Familie Menschen gehören würden, die sich zu einem anderen Glauben bekennen und auch solche, die sich keiner Religion zugehörig fühlen. Sie wusste auch nicht, dass sie dabei war, eine Bewegung zu gründen.

 

An jenem 7. Dezember war Chiara nur eine junge, schöne, verliebte Frau. Verliebt in ihren Gott, mit dem sie sich an diesem Tag vermählte. Drei rote Nelken besiegelten das Fest. Das genügte ihr. Konnte sie ahnen, dass Menschen aus aller Welt munknownit ihr gehen und sie ganz einfach „Chiara“ nennen würden? Konnte sie sich in ihrer kleinen Provinzstadt Trient vorstellen, dass ihre mystischen Intuitionen eines Tages eine Kultur der Einheit hervorbringen würden, geeignet für die multiethnische und multireligiöse Gesellschaft unserer Tage?

Chiara Lubich war ihrer Zeit voraus. Sie hat Themen angestoßen und zu Öffnung und Dialog ermutigt, wie es später auch vom 2. Vatikanischen Konzil unterstrichen wurde. In einer globalisierten Gesellschaft ist sie den Weg der Geschwisterlichkeit gegangen, als niemand auch nur von Annäherung der verschiedenen Kulturen sprach. Sie hat das Leben geachtet und nach dem Sinn des Schmerzes gesucht. Sie hat einen Weg zur religiösen und zivilen Heiligkeit beschritten, den jeder gehen kann.

 

unknown1977 sagte Chiara auf dem Eucharistischen Kongress in Pescara: „Die Feder weiß nicht, was sie schreiben, der Pinsel nicht, was er malen und der Meißel nicht, wem er Gestalt geben soll. Wenn Gott einen Menschen in die Hand nimmt, um in der Kirche eines seiner Werke ins Leben zu rufen, weiß die betreffende Person nicht, was sie tun muss. Sie ist nur Werkzeug. Und das, denke ich, ist in meinem Fall so.“

Und weiter: „Eine Fruchtbarkeit und eine Verbreitung, die weit über menschliches Vermögen hinausgehen; Kreuze über Kreuze, aber auch Früchte über Früchte. Die Werkzeuge Gottes haben normalerweise etwas gemein: das Klein- und Schwachsein…Während das Werkzeug sich in den Händen Gottes bewegt, formt dieser es mit Abertausenden von schmerzlichen und freudigen Anstößen. So macht er es immer mehr fähig zu der Arbeit, die es ausführen soll. Bis der Mensch zu einer tiefen Selbsterkenntnis gelangt und mit Kompetenz sagen kann: ich bin nichts, Gott ist alles. Als dieses Abenteuer in Trient begann, hatte ich keine Ahnung und noch weniger ein Programm. Die Vorstellung von der Bewegung, das ganze Projekt lag in Gott, im Himmel.“

 

Weiterführende Artikel zu Chiara Lubich; Am Anfang;

Über die Gründerpersönlichkeiten: Igino Giordani; Klaus Hemmerle; Pasquale Foresi.

 

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Bleib doch bei uns,

denn es wird bald Abend.

(Lukas 24,29)

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