Montag 27. März 2017

Inhalt:

Maria, Königin der Welt

Chiara Lubich, 1959:
Der Tag, an dem nicht nur die einzelnen sich selbst vergessen,

... sondern ganze Völker samt den Vorstellungen, die sie vonunknown

ihrem Vaterland haben ..., der Tag, an dem die Völker das Gebot der gegenseitigen Liebe leben, das für sie ebenso gilt wie für den einzelnen – dieser Tag wird der Beginn einer neuen Ära sein: An diesem Tag wird Jesus unter den Völkern leben und gegenwärtig sein ...
Für die Völker ist die Zeit gekommen, über die eigenen Grenzen hinauszublicken und das Vaterland des anderen so zu lieben wie das eigene. Wir müssen die anderen Völker mit neuen, reinen Augen sehen. Für einen Christen genügt es nicht mehr, von sich selbst losgelöst zu sein. Von denen, die heute Christus nachfolgen, wird mehr verlangt: ein Bewusstsein der sozialen Dimension des Christentums ...
Wir hoffen, dass der Herr Erbarmen hat mit dieser zerrissenen und verwirrten Welt, mit diesen in sich selbst verschlossenen Völkern. Sie scheinen nur die eigene Schönheit zu kennen, die doch begrenzt und unbefriedigend ist. Argwöhnisch hüten sie ihre Schätze, die doch anderen Völkern, in denen Menschen vor Hunger sterben, dienen könnten.
Wir hoffen, dass der Herr die Barrieren niederreißt, dass ein Strom der Liebe die Völker erfasst, dass es zu einem mächtigen Austausch geistiger und materieller Güter unter ihnen kommt.
Wir hoffen, dass Gott der Welt eine neue Ordnung gibt. Er allein vermag die Menschheit zu einer Familie zu machen und dabei die Besonderheiten der einzelnen Völker zu wahren und zur Entfaltung zu bringen. Denn wenn ein Volk sich in den Dienst der anderen stellt, wird seine Schönheit ein Abglanz des wahren Lichts und Lebens; das irdische Vaterland wird schön: ein Vorzimmer der ewigen Heimat.

 

aus: Chiara Lubich, Maria Königin der Welt, in: Alle sollen eins sein. Geistliche Schriften, München 1999, S. 207–210.

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Lasst euch mit Gott versöhnen.

(2 Kor 5,20)

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