Sonntag 26. März 2017

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Was kann ich für meine Leute tun?

unknownAFAGO ist eine NGO in Sao Paolo. Sie wurde von einer Gruppe Jugendlicher initiiert, die in den siebziger Jahren Chiaras Appell „Leben geben für die eigenen Leute“ aufgegriffen hatten. Sie leisteten ihren Beitrag zur Lösung der sozialen Probleme in ihrer Umgebung.

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Adriana Rocha: Meine Beziehung zur Welt ging ausschließlich über die Kunst. Wie konnte ich mit der Welt in Einklang sein oder an die weltweite Geschwisterlichkeit glauben, wenn ich mein Leben nicht mit den Menschen teilte, die in meiner Stadt,  in meinem Land lebten? Ich spürte, dass meine Erfahrung als Künstlerin umfassender werden musste. Eine Freundin aus San Paolo erzählte uns, dass sie 3 oder 4 Familien aus einer sehr armen Gemeinde im Stadtteil Pedreira kennt.

Maria Jorge: Ich arbeite mit den Freunden der Vinzentiner zusammen, deren vorrangiges Ziel es ist, bedürftigen Familien zu helfen.

Adriana: Es handelte sich um kleine Häuser, die die Bewohner selbst mitten im Wald errichtet hatten. Es waren kleine Häuschen, aus Blech, Karton, Holz, das  sie auf der Straße fanden. Wir sind hierhergekommen und haben nach und nach die Menschen kennengelernt. Am Anfang haben wir uns mit den Kindern beschäftigt; jeden Sonntag sind wir hierher gekommen und haben mit ihnen gespielt.
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1984 beschlossen wir, gemeinsam mit ihnen als dringlichstes Problem die Häuser in Angriff zu nehmen. Wir haben vorgeschlagen nach dem Nachbarschaftsprinzip vorzugehen: wir haben Gruppen von je fünf Familien gebildet, die gemeinsam das eigene Haus und das der anderen vier Familien gebaut haben. Es war eine sehr schwierige Arbeit, denn natürlich hatten wir nicht das Geld,- für keines dieser Häuser. 

Niemand von uns hatte Geld, wir waren Studenten, und wir hatten eine ganzes Quartier aufzubauen. In diesen Jahren haben wir viele Aktivitäten durchgeführt: Basare, Feste, wir haben Baufirmen um Material gebeten. Eine andere Idee war, den ganzen Sonntag auf der Hauptstraße von San Paolo, der Paulista, zu verbringen. Und jedes Mal, wenn die Ampel auf Rot schaltete, liefen wir zu den Autos und hatten dann eine Minute, um unsere Projekt vorzustellen und um eine Spende zu bitten. Viele unserer Mittel stammten aus dieser Initiative.

unknown1993 entstand dann AFAGO, eine Nicht-Regierungs-Organisation, die sich um Kinder in schwierigen Situationen kümmert und ihnen alternative, gemeinschaftsfördernde Aktivitäten anbietet, Workshops zu Theater, Informatik, Musik, Sport… Dies für die Kleineren, für die Größeren gab es erste Schritte zur Berufsausbildung.

Bruno: Bevor ich mit AFAGO in Kontakt kam, hatte ich keine Lust mich irgendwie zu entwickeln oder zu lernen, denn wir brauchten etwas ganz Anderes, zum Beispiel etwas zu essen.

Mayara: Nur wenn man in Kontakt mit AFAGO kommt, unknownversteht man wirklich, was das bedeutet. Ich persönlich habe durch AFAGO verstanden, dass ich mein Schicksal selbst in der Hand habe.

Adriana: Ich denke, dass das Leben geben für die eigenen Leute heute genauso sein muss wie 1979. Jeder von uns müsste sich umschauen und sich fragen „was kann ich für die Leute in meiner Umgebung tun“?

 

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Lasst euch mit Gott versöhnen.

(2 Kor 5,20)

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