Sonntag 26. März 2017

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Der Auferstandene

unknownIm Jahr 2002 hat Chiara Lubich eine persönliche Erfahrung erzählt, durch die ihr Glaube bestätigt wurde: die Erkenntnis der Auferstehung Jesu.

 

 

«Eine bestimmte Situation hat mich bewogen, über die Tatsache tiefer nachzudenken, dass Jesus nach seiner Verlassenheit und dem Tod am Kreuz auferstanden ist. Doch nicht nur das: mit dem Verstand und mit dem Herzen wurden mir viele Einzelheiten neu bewusst, die das Leben Jesu nach der Auferstehung kennzeichneten. Und ich war fassungslos (das ist das exakte Wort) vor der Majestät, vor der unendlichen Größe dieses göttlichen Ereignisses: der Auferstehung. Darum muss ich heute mit euch darüber sprechen. (…)

Das Christentum ist vor allem durch die Auferstehung Jesu gekennzeichnet, die Auferstehung zeichnet ihren Gründer aus. Er ist auferstanden, er ist vom Tod auferstanden! Nicht so wie Lazarus zum Beispiel, der dann, als seine Zeit gekommen war, wieder gestorben ist. Jesus ist auferstanden, um nie wieder zu sterben, um im Himmel weiter zu leben, auch als Mensch, im Herzen der Dreifaltigkeit. 500 Leute haben ihn gesehen! Und er war ganz sicher keine Erscheinung. Er war es, wirklich er: „Streck deinen Finger aus – hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite“ (Joh 20,27), sagte er zu Thomas. Er hat mit den Seinen gegessen, er hat mit ihnen gesprochen und ist 40 Tage bei ihnen geblieben… Er hat aus Liebe zu uns auf seine unendliche Größe verzichtet und hat sich ganz klein gemacht, Mensch unter Menschen, einer von uns. (…)

Aber dann ist er auferstanden, er hat das Gesetz der Natur, das Gesetz des ganzen Kosmos außer Kraft gesetzt, und hat sich damit größer erwiesen als alles Bestehende, als alles, was er erschaffen hat, als alles, was man sich denken kann. Auch wir können selbst bei der leisesten Intuition dessen, was hier geschehen ist, in ihm nur Gott sehen und wie Thomas niederknien, ihn anbeten und mit dem Herz in der Hand bekennen: „Mein Herr und mein Gott.“ (…)

Ich habe mit neuen Augen gesehen, was er in diesen großartigen Tagen nach der Auferstehung getan hat. Ein Engel ist vom Himmel herabgekommen, hat den Stein vor dem Grab weggewälzt und die Auferstehung angekündigt, dann ist der Auferstandene der Magdalena als Erster erschienen, der ehemaligen Sünderin, denn für die Sünder ist er Mensch geworden. Dann sehen wir ihn auf dem Weg nach Emmaus. Er, der Unendliche, hat sich zum ersten Exegeten gemacht und hat den beiden Jüngern die Schrift erklärt. Dann sehen wir ihn als Gründer der Kirche, der den Seinen die Hände auflegt, um ihnen den Heiligen Geist zu geben; wir hören die ungewöhnlichen Worte, die er an Petrus richtet und ihn als Haupt seiner Kirche einsetzt. Wir erleben ihn, wie er seine Jünger aussendet, um das Evangelium zu verkünden, das neue Reich, das er gegründet hat im Namen der Dreifaltigkeit, von der er ausgegangen ist, als er zu uns kam, und die er durch seine  Himmelfahrt wieder erreichen würde. (…)

Da er auferstanden ist, bekommen auch seine früheren Worte, die er vor seinem Tod gesagt hat, ein einzigartiges Licht, niemand kann der Wahrheit, die ihnen innewohnt, widersprechen. Allen voran die Worte, in denen er auch unsere Auferstehung ankündigt. Ich wusste das alles und ich glaubte daran, denn ich bin Christin. Aber jetzt bin ich ganz sicher: ich werde auferstehen, wir alle werden auferstehen (…).“

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Lasst euch mit Gott versöhnen.

(2 Kor 5,20)

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